Vor ein paar Wochen wanderte ich mit meiner üblichen Runde die 2. Etappe des Sauerland Höhenflugs. Nachdem wir ja den Neanderlandsteig nach langer Zeit abgeschlossen hatten, war uns klar, dass wir ein neues Projekt, mit möglichst vielen Etappen brauchten und nach langem Beratschlagen entschieden wir uns für den Sauerland Höhenflug.

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Die erste Etappe wanderten die Jungs ohne mich, während ich in Berchtesgaden war und verschiedene Orte erwanderte, wie ihr meinen letzten Blogposts entnehmen könnt 🙂 Dort habe ich auch viele schöne Dinge gesehen, zum Beispiel den Hintersee, den Obersee, die Eiskapelle, die Dokumentation Obersalzberg, und die Almbachklamm.

Nun gut, so sind wir also die 2. Etappe im Sauerland gewandert. Wir sind früh morgens losgelaufen und haben zu Anfang sogar noch das eine oder andere Reh getroffen, welche allerdings zu schreckhaft für Fotos waren und schnell in den Büschen verschwanden.

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Der Weg war sehr abwechslungsreich und führte uns mal durch Laub-, dann wieder Nadelwälder, oder über ausgedehnte und in frischem Grün erstrahlende Felder. Alles in Allem also sehr abwechslungsreich.

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Auf unserem Weg waren wir auch die meiste Zeit für uns und haben nur an wenigen Orten andere Menschen getroffen. Das war sehr erholsam und so konnten wir entspannt miteinander über die verschiedensten Themen sprechen und wie immer rumalbern.

Die ganze Zeit begleitete uns ein leicht verbrannter Geruch, denn in der Gegend war gerade das Köhlerfest. Die Etappe führte übrigens von Neuenrade nach Altenaffeln und war somit sehr ländlich gelegen.

Auch der Weg an sich war abwechslungsreich. Mal ging es über asphaltierte Straßenabschnitte oder Kieswege, dann ging es über dünne Pfade durch den Wald.

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Am Ende mussten wir uns jedenfalls alle nach Zecken absuchen, aber Gott sei Dank haben wir keine gefunden.

Das letzte Stück der Etappe zogen dunkle Wolken in unserem Rücken auf, die uns dann auch das gesamte letzte Stück begleiteten. Es war etwas beunruhigend lauter werdendes Donnergrollen hinter sich zu hören, wenn das letzte Stück des Weges über offene Felder führt, auf denen man nicht vor einem Sturm und insbesondere Blitzen geschützt ist.

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So wurden wir immer schneller und immer schneller, bis der Weg plötzlich abbiegen sollte. Leider war von einer Weggabelung keine Spur, sondern wir standen vor einem dichten Gebüsch, und so entschieden wir uns den Weg am Feldrand entlang durch die Brennesseln zu suchen, um darüber auf den flachen Feldweg zu kommen. Lange Zeit hatten wir nicht für diese Entscheidung oder den Weg selber, denn das Gewitter zog immer näher, wie uns der Donner verriet.

Zum Glück schafften wir es noch gerade rechtzeitig zurück zum Auto und der Regen brach erst über uns herein, als wir bereits im Trockenen saßen und vor Wind und Wetter gut geschützt waren. Binnen weniger Sekunden war die Sicht so stark eingeschränkt, dass man kaum die nächsten Hügel noch sehen konnte und das Wasser auf der Straße spritzte höher als unser Auto. Es war beunruhigend zu denken, dass wir nur um wenige Minuten schneller, als dieser Sturm waren.

Trotzdem, oder vielleicht auch gerade wegen dieses besonderen Erlebnisses war es ein wunderschöner Tag und eine tolle Wanderung, die ich sehr genossen habe!

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Die Gewitterwolke, die uns über ebendiese Felder bis zum Auto jagte.

Ich wünsche euch allen einen schönen Abend und ab morgen auch ein schönes Wochenende! 🙂

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